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Orchideen
Aargau


Orchideen Zeichnungen aus Reinhard et al.

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Fachbegriffe


Für den Aufbau der Orchideenblüte vergleiche auch den Artikel aus unserem Mitteilungsheft Die Orchideenblüte.
Die Zeichnungen der Orchideenblüten stammen aus Reinhard et al. (vgl. Literatur). Die entsprechenden Blütenobjekte sind in der Liste erklärt.

allogam, Allogamie Fremdbestäubung (Gegensatz: Autogamie), z. B. durch Insekten
Anhängsel (12) kleine Spitze am vorderen Ende der Ophrys-Blüte
autogam, Autogamie Selbstbestäubung (Gegensatz: Allogamie)
Apomixis Ausbildung von Embryonen ohne eigentlichen Bestäubungsvorgang,
d.h. im Fruchtknoten versteckt
Basalfeld bei Ophrys-Arten das farblich abgegrenzte Feld an der Basis der Lippe
Basalschwielen bei Ophrys-Arten die Schwellungen an der Basis der Säule
Brakteen siehe Tragblätter
disjunkt Verbreitungsgebiet in mehrere Teilgebiete aufgesplittert
einseitswendig Blüten sind am Stängel nur in eine Richtung orientiert
Epichil (5) Vorderlippe; der deutlich abgegrenzte vordere Teil der zweigliedrigen Lippe von Cephalanthera, Epipactis, Goodyera, Limodorum und Serapias
Epipactis viridiflora Synonym zu Epipactis purpurata
Eutrophierung Anreicherung von Nährstoffen, Überdüngung
euryök verschiedene Lebensräume
fertil befruchtungsfähig (Gegensatz: steril)
gegenständig Blätter, die paarweise gegenüber auf gleicher Höhe am Stängel sitzen
Geitonogamie Pollen stammt von einer anderen Blüte der gleichen Pflanze
gekielt Blatt mit einer vorstehenden Längsleiste auf der Unterseite
grundständig (Rosette) Blätter stehen an der Basis des Stängels und bilden eine Rosette
Helm (13) aus Sepalen und Petalen gebildet
heterotroph sich unselbständig ernährend: z.B. als Parasit oder in Symbiose (bei Orchideen mit Pilzen)
Höcker (10) Ausbuchtungen der Lippe von Ophrys-Blüten
Hybridisierung Bastardisierung; die Kreuzung zweier Arten oder Formen
Hypochil (4) Hinterlippe; der deutlich abgegrenzte hintere Teil der zweigliedrigen Lippe von Cephalanthera, Epipactis, Goodyera, Limodorum und Serapias
Kapsel Einzelfrucht, die aus zwei oder mehreren Fruchtblättern gebildet wird und bei Reife aufspringt und die Samen entlässt
Klebdrüse bei allogamen Epipactis-Arten Ort zur Befestigung des Pollens, ein weisses klebriges Kügelchen an der Spitze der Säule
Kleistogamie Selbstbestäubung in der geschlossenen Blüte
Konnektiv Steriles Mittelband zwischen den beiden Hälften des Staubblattes
Konnektivfortsatz Fortsatz des sterilen oberen Teils der Säule (bei Ophrys die verlängerte "Blütenspitze")
lanzettlich Blätter, die drei- bis sechsmal so lang wie breit sind, grösste Breite in der Mitte, gegen beide Enden verjüngend
linealisch lange und schmale Blattform mit parallelen Rändern
Lippe (3) bei Orchideen das umgewandelte Blütenblatt des inneren Kreises, das sich in Form und Farbe von den anderen unterscheidet
Mal (11) unbehaarter, flächiger Fleck auf der Ophrys-Blüte
mykotroph, Mykotrophie sich über einen Mykorrhiza-Pilzes ernährend
Ovarium (8) Fruchtknoten
Papillen haarartige Ausstülpungen auf der Oberfläche der Lippe
Petalen (2) innere Blütenblätter (Kronblätter), wovon eines zur Lippe umgewandelt ist
Pollenschüssel Ort des Pollens auf der Säule; bei allogamen Arten tief, bei autogamen Arten flach
Pollinium zu einem Gebilde verklebter Pollen
Resupination, resupieniert Drehung des Blütenstiels und/oder Fruchtknotens, so dass in der offenen Blüte die Lippe nach unten weist
Rhizom kriechender, unterirdischer Spross
Rosette Anhäufung von Laubblättern am Grunde des Stängels
Rostelldrüse siehe Klebdrüse
Säule (7) bei Orchideen die aus den miteinander verwachsenen Staubblättern und Narben gebildete Griffelsäule
scheidig der Blattansatz umfasst den Stängel
Sepalen (1) die drei äusseren Blütenblätter (Kelchblätter), manchmal zum Helm verwachsen
Sporn (6) hohler, oft mit Nektar gefüllter Anhang am hinteren Teil der Lippe
steril unfruchtbar; nur Blätter ausbildende Pflanze ohne Blütenstand
Taxomie, taxonomisch Einteilung von Lebewesen (z.B. Arten, Unterarten usw.)
Tragblätter (9) Blätter im Blütenstand, welche am Grunde des Fruchtknotens oder Blütenstiels am Stängel sitzen (Brakteum)
Typus jeder Name gründet sich auf ein Individuum
wechselständig Blätter, die alternierend, also sich in der Höhe abwechselnd, am Stängel stehen
Xenogamie Pollen stammt von einer anderen Pflanze
xerotherm trocken und sehr warm
zweizeilig Blätter sind in zwei Längsreihen angeordnet

 


 


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Die Seite wurde aktualisiert am 28. 01. 2009.