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Kartierung
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Neben interessanten, abwechslungsreichen Vorträgen und Exkursionen, die in ganz verschiedene Teile der Schweiz führen, nimmt auch die Orchideen-Kartierung einen ausgesprochen wichtigen Platz in unserem Verein ein. Der Schutz der Orchideen und ihrer vielfältigen Biotope setzt die Kenntnis ihrer Fundorte voraus. Dazu ist es notwendig, Orchideenvorkommen aufzuspüren, die Orchideen artenmässig zu bestimmen und zahlenmässig zu erfassen. Viele AGEO-Mitglieder suchen im Gelände gezielt nach Orchideen-Standorten und halten ihre Beobachtungen auf einem eigens dafür geschaffenen Kartierungsblatt fest. Die erfassten Angaben (Gemeinde, Flurnamen, Koordinaten, Höhe über Meer, Kartennummer, Biotop, Fundortbeschrieb, Orchideenart, Datum und Anzahl) werden von Ruedi Irniger auf ihre Richtigkeit hin überprüft, mit dem entsprechenden RF/Q (Rasterfeld/Quadrant) versehen und anschliessend in die AGEO-Datenbank eingegeben. Die AGEO-Datenbank umfasst im Moment mehr als 112'000 Datensätze (Stand Anfang 2010) und ist wegen ihrer präzisen und qualitativ hochstehenden Angaben nicht nur in der Schweiz, sondern auch weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Die in unserer Datenbank gespeicherten Funddaten sind unter anderem die Quelle für die Erstellung der Verbreitungskarten, die Auskunft darüber geben, wie es um die Häufigkeit der einzelnen Orchideenarten in der Schweiz und im angrenzenden Ausland bestellt ist. Für das ZDSF (Zentrum des Datenverbundnetzes der Schweizer Flora), das im Auftrag des BAFU (Bundesamt für Umwelt) die Roten Listen der Farn- und Blütenpflanzen erarbeitet, sind die AGEO-Daten eine äusserst wertvolle Ergänzung zu den eigenen bereits vorhandenen Angaben.
Das Wissen um die Orchideenstandorte ist Voraussetzung und Grundlage für das Einleiten entsprechender Schutzmassnahmen, falls es die Situation erfordert. Die AGEO arbeitet daher auch mit zahlreichen Naturschutzbehörden und –verbänden zusammen, stellt Orchideen-Daten zur Verfügung und steht im Allgemeinen beratend zur Seite.
Der Stand der Feldkartierung ist je nach Landschaftsstruktur sehr unterschiedlich. Fortschreitende Veränderungen (intensive Bewirtschaftung, hohe Siedlungsdichte, Industrialisierung) bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Ausbreitung der Orchideen und den Zustand ihrer Lebensräume. Ein anderer Aspekt sind dabei aber auch gewisse alpine Areale des Landes, die durch ihre Unzugänglichkeit besonders schwer zu kartieren sind und daher meist nur über sehr wenige oder gar keine Fundmeldungen verfügen. Aus diesem Grund organisiert die AGEO regelmässig so genannte Kartierungsexkursionen, die zum einen das Ziel verfolgen, schlecht dokumentierte Landstriche nach neuen Orchideenarten abzusuchen, zum anderen aber auch dafür bestimmt sind, interessierte Mitglieder mit der Kunst des genauen Kartierens vertraut zu machen. Es ist überaus wichtig, dass dem Verein stets genügend Kartierer zur Verfügung stehen. Neben der freien Orchideensuche müssen ältere Angaben für die praktische Naturschutzarbeit regelmässig aktualisiert werden, und dann halten viele bis jetzt nur unzureichend erfasste Gebiete bestimmt noch manche Überraschung bereit. Die Kartierung wird also niemals abgeschlossen sein…
Jedes Jahr bestimmen die drei Kartierungsverantwortlichen Marianne Greminger, Ruedi Irniger und Walter Schmid im Vorstand eine Orchideen-Art, der in der kommenden Saison besondere Aufmerksamkeit bei der Feldarbeit geschenkt wird. Genaueres dazu finden Sie unter "Orchidee des Jahres".
Verantwortlich für den Webauftritt ist die AGEO Aargau, Webmaster Beate Waldeck.
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Die Seite wurde aktualisiert am 02. 06. 2009.
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