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Orchideenlehrpfad Erlinsbach

  • 6. Oktober 2025:
    Nach dem Pflegeeinsatz am 25. Oktober kehrt die Winterruhe am Lehrpfad ein. Sobald im nächsten Frühling die Vegetation wieder erwacht und die Schilder gesteckt werden, berichten wir darüber wie immer unter aktuelle Meldungen auf der Startseite.
    Zur Haupt-Orchideenzeit erteilt an Wochen­enden und Feier­ta­gen ein Mit­glied der AGEO von ca. 10-16 Uhr (nur bei trockenem Wetter) vor Ort gerne Aus­kunft (Daten). Bei feuch­tem Wetter ist der Besuch des Lehr­pfades generell nicht rat­sam, da die steilen, schma­len Wege wenig Halt geben.

    Kontaktadresse:
    Lehrpfadverantwortlicher Robert Feller 056 491 16 32 lehrpfad@ageo.ch

Skizze Orchideenlehrpfad Erlinsbach

Die Arbeits­gruppe Ein­hei­mische Orchi­deen Aar­gau (AGEO) unter­hält in Ober­erlins­bach AG einen Lehr­pfad mit geschütz­ten Pflan­zen, darunter eine beträcht­liche Anzahl von Orchi­deen­arten. Wir bieten die Mög­lich­keit, diese Pflan­zen an ihrem natür­lichen Stan­dort kennen zu lernen. Eine Informa­tions­tafel vor Ort sowie die Beschilderung der Pflanzen helfen dabei. Gruppen und Schulen können Führungen mit der AGEO vereinbaren. Bei feuch­tem Wetter ist der Besuch des Lehr­pfades nicht rat­sam, da die steilen, schma­len Wege wenig Halt geben.

Fotos zu den Pflanzen des Lehrpfades finden Sie auch auf der privaten Webseite unseres Lehrpfadbeauftragten Robert Feller.


Zum Orchi­deen­lehr­pfad Sor­ge tragen:

  • Die markierten Wege nicht verlassen!
  • Kein Feuer und keine Picknicks!
  • Mit grösster Sorgfalt fotografieren!
  • Keine Hunde mitbringen!


Folgende Vege­tations­typen sind auf dem Lehr­pfad anzutreffen:

  • Halb­trocken­rasen mit Hecken­struk­tur,
  • lockerer Föh­ren­wald mit Wiesen­unter­wuchs
  • und Laub­misch­wald (im Rand­bereich).

Der geo­logische Unter­grund besteht aus Kalk mit einer dünnen tonigen Humus­auf­lage. Der Boden ist daher im Winter­halb­jahr nass, im Sommer­halb­jahr trocknet er jedoch rasch und vollständig aus. Die Pflanzen­decke des Halb­trocken­rasens ist niedrig, aber sehr arten­reich und wirft keinen land­wirt­schaft­lichen Ertrag ab. Auf einer Fläche von 10 x 10 m können mehr als 60 Pflanzen­arten und noch mehr Insekten­arten gezählt werden. Hier gedeihen die meisten Orchi­deen­arten, wie z. B. die Rag­wurz (Ophrys), das Knaben­kraut (Orchis) und die Mücken­hand­wurz (Gymnadenia). Die Hecken bieten vielen Insekten, Rep­tilien und anderen Tieren Heim­statt und Unter­schlupf. Sie schützen aber auch die Trocken­wiesen vor zu heftigen oder kalten Winden und ermög­lichen ein fast medi­terra­nes Klima. Der lockere Föhren­wald vermit­telt zwischen offener Wiese und dich­terem Wald und ist der bevor­zugte Wuchs­ort für Orchi­deen, die den Halb­schatten bevor­zugen, wie z. B. Wald­vögelein (Cephalanthera Arten), Grosses Zwei­blatt (Listera ovata), aber auch die Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera). Im Laub­misch­wald sind Boden und Luft auch im Sommer feucht, weshalb hier Wald­orchideen, wie z. B. Nest­wurz (Neottia nidus-avis) oder Stendel­wurz (Epipactis-Arten) gedeihen, die zudem kaum Sonnen­licht beanspruchen.


Lehrpfadschild Dactylorhiza fuchsii
Lehrpfadschild Ovalblättriges SonnenröschenAuf dem Lehr­pfad sind folgende Pflanzen beschildert:

  • Orchi­deen,
  • Pflanzen, die im Kanton Aargau geschützt sind (Stand 1.1.2010) sowie
  • Pflanzen, die als Kennarten für ihre Lebensräume gelten

Die Schilder enthalten Informationen über die Blütezeit, über den Standort, über den Gefährdungsstatus, eine Verbreitungskarte in der Schweiz sowie ein oder zwei QR-Codes (Quelle Info Flora bzw. für Orchideen zusätzlich AGEO).
Mittels eines QR-Code-Lesers (Download via App-Store) können Sie weitere Informationen auf Ihrem Smartphone abrufen:

  • QR-Code Info Flora: Verlinkung auf die Pflanzendarstellung der Infoflora-Webseite (infoflora.ch).
  • QR-Code AGEO:      Für die Orchideen wird zusätzlich auf die Texte und Bilder der AGEO-Webseite verlinkt (ageo.ch).

Die Orchideen werden regelmässig gezählt und ihre Entwicklung über Jahre hinweg erfasst (Orchideen-Statistik).


Biotop-Pflege

Die angesprochenen Biotoptypen sind vom Menschen seit Jahrhunderten der Natur abgerungen worden (ohne diese Eingriffe wäre unser Land, mit Ausnahme der Seen, Sümpfe und hohen Berge, völlig von dichtem Urwald bedeckt). Diese Gebiete müssen regelmässig „gepflegt“ und beschützt, d. h. nach der Samenreife gemäht, die Hecken alle 5 bis 10 Jahre ausgedünnt und eventuell zu dicht stehende Bäume auch entfernt werden. Zur Verringerung des Nährstoffgehaltes muss das Mähgut von der Fläche abgeräumt werden.
Der Lehrpfad ist durch die Pflege-Massnahmen im Laufe der Jahre heller und trockener geworden. Wegen der verstärkten Trockenperioden haben wir begonnen neue Heckenstrukturen zu schaffen.


Infotafel
In der unbetreuten Zeit kann die Informa­tions­tafel sowie die Pflanzen­beschrif­tungen vor Ort viele Fra­gen beantworten. Gruppen und Schulen können Führungen mit der AGEO vereinbaren.

Infotafel 2024, Foto Beat Peter
Schaukasten 2024, Foto: Beat Peter

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